igb AG · In Dimensionen bauen

  • Die igb-Läufermannschaft zum Weimarer Stadtlauf 2016
  • Stadtlauf Weimar 2016

10. Oktober 2016

Themen: Engagement

Weimarer Stadtlauf 2016: igb mit 50 Läufern am Start

Alljährlich findet zum Weimarer Zwiebelmarkt auch der Stadtlauf statt. Auf verschiedenen Strecken – 10 km und Halbmarathon-Distanz – geht es durch die Weimarer Innenstadt, über den Zwiebelmarkt und durch den Ilmpark.

Fünfzig Läuferinnen und Läufer waren für igb unterwegs – gut erkennbar an den neongrünen T-Shirts mit der Aufschrift »igb – Wir tun es laufend«. Wie in jedem Jahr wurden die sportlichen Erfolge der Läufer danach bei der igb-Zwiebelmarkt-Party gebührend gefeiert.

Wir danken allen Teilnehmern herzlich und freuen uns, wenn Sie unser Laufteam auch im nächsten Jahr wieder unterstützen. Denn auch 2017 wollen wir wieder eine der größten Läufermannschaften des Weimarer Stadtlaufs stellen!

  • igb Druck Schur Silo
  • igb Druck Schur Kessel

16. Mai 2016

Themen: Druck + Verpackung, Gebäudetechnik, Neubau, Nullemission

Heizen ohne Gasanschluss – bei Schur Pack in Gallin

Beim Neubau eines der modernsten Faltschachtelwerke in Europa war das Thema Energieeffizienz ein Zentrales. So werden die ca. 25.000 m² Gebäudenutzflächen z.B. ohne Gasanschluss beheizt. Die Überlegung der igb-Ingenieure war, die große Menge an Einwegpaletten, die das Werk täglich mit der Rohware erreichen, zur Wärmeerzeugung zu verwenden.

Heute werden täglich zwischen 100–150 Einwegpaletten unmittelbar nach dem Umpalettierungsprozess einem Schredder zugeführt, der aus den Paletten Hackschnitzel produziert. Die Hackschnitzel werden in ein Bevorratungssilo gefördert und von dort je nach Bedarf von den speziellen Heizkesseln angefordert. Die Wärmeerzeugung mit Hackschnitzeln ist für Versorgung der gesamten Lager,- Produktions- und Logistikbereiche ausreichend dimensioniert.

Das Verwaltungsgebäude wird über ein Wärmepumpensystem beheizt und gekühlt. Den Strom für den Betrieb der Wärmepumpenanlage liefert eine große PV-Anlage (1,0 MW) auf den Gebäudedächern. Damit ist Schur Pack frei von der externen Lieferung fossiler Brennstoffe und eine echte Nullemissions-Faltschachtelfabrik.

igb Energiefluss Oeding

18. Dezember 2015

Themen: Druck + Verpackung, Gebäudetechnik, Neubau, Nullemission, Totalübernehmer

Nullemission + Plusenergie bei Oeding in Braunschweig

NACHHALTIGKEIT konsequent weiterdenken! Das war die Aufgabenstellung an igb für den Neubau von Oeding Druck in Braunschweig.

Die Lösung: Optimale Zusammenfassung von Energie-Effizienz, Energie-Erzeugung und Energie-Recycling. Die Abwärme aus dem Produktionsprozess wird konsequent recycelt, aufbereitet und weiterverwendet. Der gesamte Energiebedarf wird mit erneuerbarer Energie, die zum Teil direkt vor Ort erzeugt wird, gedeckt.

Das Ergebnis: Eine Plus-Energie-Druckerei, die mehr Energie erzeugt, als für Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung verbraucht wird sowie eine echte Nullemissionsdruckerei. Das Energiefluss-Schema zeigt die Grundsystematik der Gebäudetechnik.

igb Fassade Detail

15. Dezember 2014

Themen: Beratung, Gebäudetechnik

Wie ein löchriger Eimer – Gebäudeenergieeffizienz & Blower-Door-Test

Ein Gebäude muss im energetischen (Fließ-)Gleichgewicht sein. Fließt Wärme ab sollte diese wieder eingefüllt werden. Kommt zuviel Wärme rein, sollte diese wieder herausgeschafft werden. Ja, aber bevor man dies tut sollte man aber darauf achten, dass man den Wärmeab- bzw. zufluss möglichst weit vermindert. Vor diesem Hintergrund ist ein Gebäude wie ein löchriger Eimer, den man zuerst reparieren sollte, bevor man noch mehr hineingießt oder nur mit einem halben Eimer ankommt. Auch Luft ist ein Wärmeträgermedium und Lüftungswärmeverluste sind minimierbar. Dies ist ein Ansatzpunkt bei der Gebäudeenergieeffizienz. Dabei spielt der sogenannte Blower-Door-Test eine wichtige Rolle.

Was ist ein Blower-Door-Test?
Der Blower-Door-Test ist ein Testverfahren zur Bestimmung des Grades der Luftdichtheit eines Gebäudes. Der Begriff stammt aus dem Englischen und kann wortwörtlich mit »Gebläse-Tür-Messung« übersetzt werden. In Fachkreisen hört man mitunter auch den Begriff »Differenzdruck-Messverfahren«. Bei dem Test wird das Gebäude mittels eines Gebläses, das in eine Tür oder ein Fenster eingebaut wird, auf Unterdruck bzw. Überdruck gebracht. Dabei wird gemessen, wieviel und wo Luft nachströmt oder herausströmt.

Der Test hat zwei Messziele
Die Bestimmung einer Luftwechselrate – damit wird der Grad der Undichtigkeit bestimmt und – sprich: wieviele Löcher hat mein Eimer?
Das Auffinden von Leckagen in der baulichen Hülle – sprich: wo sind die Löcher in meinem Eimer?

Vorteile des Blower-Door-Tests
Baukostenreduktion – führt man einen Test aus kann im Nachweis gemäß Energieeinsparverordnung die anzusetzende Luftwechselrate geringer sein. Man handelt sich durch die Messung keinen bilanztechnischen Nachteil ein und muss deshalb z.B. nicht mehr dämmen oder eine effizientere Anlagentechnik einbauen.

  • Verminderung möglicher Bauschäden – werden relevante Leckagen während des Tests gefunden können diese beseitigt werden. An diesen Stellen kann dann keine warme und feuchte Luft ins Bauteil eindringen und an kalten Tagen darin kondensieren. Schimmelpilzbildung und Zerstörung von Bauteilen durch Feuchtigkeit wird dadurch verhindert.

  • Verbesserung der Schalldichtheit – Fehlstellen in der luftdichten Hülle können auch den Schallschutz mindern. Werden diese gefunden und beseitigt trägt dies zum Schallschutz bei.

  • Verhinderung von Wärmedämmverlusten – durchströmt warme und feuchte Luft die Dämmebene wird diese im Winter feucht und verliert an Dämmwirkung

  • Verbesserung der Funktion von Lüftungsanlagen – Leckagen wirken zum einen wie Kurzschlüsse, die die korrekte Durchströmung des zu lüftenden Volumens verhindern zum anderen können durch Leckagen auch Gerüche aus fremdem Nutzungseinheiten in die eigene übertragen werden. Der Test hilft beides zu verbessern bzw. ganz zu beheben.

  • Verminderung von Zugerscheinungen – Die aufgefundenen Leckagen sollten repariert werden. An diesen Stellen werden später keine unangenehmen Zugerscheinungen auftreten.

  • Sicherheit – Der Bauherr bekommt durch den Test ein wichtiges Qualitätsmerkmal physikalisch gemessen. Dies gibt Sicherheit zum einen, erhöht den Wert durch das mitgelieferte Zertifikat und kann Teil einer Strategie zum erlangen von Fördergeldern sein.

Ist der Test Pflicht?
Nein, ein Bauherr wird gesetzlich nicht zum Test gezwungen. Allerdings ist im Nachweis-verfahren nach Energieeinsparverordnung der Test zum Standard erklärt worden. Spart man sich den Test ein bekommt man einen Malus, den man an anderer Stelle wieder ausgleichen muss –> Baukostensteigerung.

Möchte man aber eine verminderte Luftwechselrate ansetzen, die Bilanzvorteile einer Lüftungsanlage oder gar eine Wärmerückgewinnung anrechnen, so muss man den Nachweis eines absolvierten Testes vor Ausstellung des Energieausweises beibringen.

Wann sollte ich den Test machen lassen?
Man sollte den Test direkt nach Schließen der luftdichten Hülle (Einbau der Fenster und des Innenputzes) und der Rohinstallation aber noch vor Einbau des Estrichs und der Abhangdecken machen. Dann kann man noch baulich gegensteuern und Leckagen tatsächlich reparieren. Die EnEV verlangt aber den Test nach Gesamtfertigstellung des Bauwerks. Im Idealfall wird der Test pro Bauwerk zweimal durchgeführt. Alle Gewerke, die mit Durchdringungen der luftdichten Hülle zu tun haben (Sanitär, Elektro, Fenster, Dachdecker …) sollten an diesem Tag zügig die aufgefundenen Schwachstellen beseitigen.

Wie teuer ist solch ein Test?
Da mit jedem Test ein gewisser Mindestaufwand verbunden ist wird man in aller Regel keinen Test unter 200-300 € angeboten bekommen. Dieser Preis ist aber im Bereich von Einfamilienhäusern durchaus üblich. Ansonsten gibt es für größere Gebäude (ab ca. 1500m³ Nettovolumen) einen Faustwert um die mit dem Test verbundenen Kosten grob kalkulieren zu können. Dieser beträgt 0,20 bis 0,25 € pro m³ Nettoluftvolumen.

Auf jeden Fall sollte jeder Test folgende Leistungen im Standard umfassen:

  • Abdichten von technischen Bauwerksöffnungen (Lüftung, Abflüsse, etc.) gemäß EnEV gerechter Messmethode
  • Ermittlung des Dichtigkeitswertes (n50 Wert)
  • Ortung und Erfassung der Leckagen mit Foto und Volumenstrommessung
  • Ausstellung des Zertifikates
  • An- und Abfahrt

Bei Kälte kann der Dichtigkeitstest zusätzlich mit Wärmebildaufnahmen kombiniert werden. Auf diesen Aufnahmen sieht man z.T. erschreckend deutlich wie die kalte Luft in das Gebäude zieht. Sehr eindrucksvoll kann auch der Einsatz eines Nebelgenerators sein in diesem Fall sollte man aber vorher den Nachbarn Bescheid geben.